Einsatz 50/2013

23.08.2013, 15.01 Uhr, Vollalarm, Feuereinsatz: Kleinfeuer 1, Rott, Im Städtchen

Um 15:01 Uhr wurde die Feuerwehr Roetgen durch die Städteregionale Leitstelle zu einem Kleinfeuer in die Straße "Im Städtchen" in Rott alarmiert.

Umgehend rückten die Löschgruppe Rott sowie der Löschzug Roetgen mit fünf Fahrzeugen aus. Die erste Erkundung vor Ort ergab, dass der Brand von Papier und Lappen, bereits vor Eintreffen der Feuerwehr durch die Anwohner mit einem Gartenschlauch gelöscht wurde. Eine Person hatte sich bei diesem Löschversuchen verletzt. Durch die Einsatzleitung wurde daraufhin ein Trupp mit Atemschutz zu Nachlöscharbeiten und ein weiterer Trupp zur ersten medizinischen Betreuung der verletzten Person eingesetzt. Gleichzeitig wurde zur weiteren medizinischen Versorgung ein Rettungswagen nachgefordert. Die verletzte Person wurde schließlich zur weiteren Behandlung einem Krankenhaus zugeführt. Während der Löschmaßnahmen wurde eine zunächst unbestimmte Substanz festgestellt, welche den Brand immer wieder in "Gang" setzte. Ferner wurde ein stark korrodiertes Metallbehältnis gefunden. Auf Nachfrage bei den Anwohnern konnte festgestellt werden, dass der Sohn der Familie dieses Objekt im Wald gefunden und mitgebracht hatte. Umgehend wurde ein Fachberater CBRN (Chemie) nachgefordert. Aufgrund der Schilderung der Anwohner verstärkte sich die Vermutung, dass es sich um eine alte Phosphorgranate aus Kriegszeiten handelte. Dies wurde auch durch den eingetroffenen Fachberater CBRN vermutet, so dass der Kampfmittelräumdienst des Landes alarmiert wurde. Das regelmäßig aufflammende Objekt wurde währenddessen mit Asche bedeckt, so dass die Verbrennung gestoppt werden konnte. Bis zum Eintreffen des Kampfmittelräumdienstes wurde die Lage ständig durch einen Trupp mit Atemschutz kontrolliert. Bei Bedarf wurde nachgelieferter Sand zum Niederhalten des Brandes eingesetzt. Der Kampfmittelräumdienst konnte schließlich bestätigen, das es sich um eine alte amerikanische Brandgranate handelte, welche mit weißem Phosphor gefüllt war. Nach Entsorgung der Granate sowie des kontaminierten Brandgutes konnte der Einsatz der Feuerwehr gegen ca. 18:15 Uhr beendet werden. Vor Ort waren neben der Feuerwehr ebenfalls die Polizei, der stv. Kreisbrandmeister, der Kampfmittelräumdienst des Landes NRW sowie das Ordnungsamt der Gemeinde Roetgen. Eingesetzt wurden 17 Einsatzkräfte des LZ Roetgen sowie neun Einsatzkräfte der LG Rott. Einsatzleitung: Brandoberinspektor Max Nüßler

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